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Auf zwei Rädern sicher durch den TÜV

Auch Zweiradfahrer müssen ihre Maschinen in regelmäßigen Abständen zur Hauptuntersuchung (HU) in eine zugelassene Prüfstelle oder Werkstatt bringen. Art und Umfang der HU sowie die gesetzlichen Bestimmungen sind dabei identisch zu vierrädrigen Fahrzeugen. Seit 2006 ist auch für Motorräder die Abgasuntersuchung (AU) als fester Bestandteil der HU vorgeschrieben. Die Kosten fallen im Unterschied zu Pkws hingegen etwas geringer aus: Im Durchschnitt musst Du für die vollständige HU zwischen 65 und 100 Euro auf den Tisch legen.

Für viele, von Natur aus freiheitsliebende Biker, ist die HU eine lästige Pflicht. Insbesondere Tuning-erprobte Zweiradfahrer lassen sich von den Prüfern nur ungern Vorschriften machen. Dennoch hat die alle zwei Jahre fällige Prüfung auch im Zweirad-Bereich ihre Daseinsberechtigung. Letztlich schützen die vielen, teils unliebsamen Bestimmungen nicht nur Dich als Fahrer, sondern auch andere Verkehrsteilnehmende.

Häufige Mängel

Statistiken zufolge beanstanden die Prüfer in der HU am häufigsten Defekte an den Lichtanlagen, gefolgt von Mängeln an Rädern, Achsen und Antrieb. Ebenfalls weit verbreitet sind Mängel an Fahrgestell und Rahmen sowie an den Bremsanlagen. Um den Zeit- und Geldaufwand möglichst gering zu halten, solltest Du Dein Bike im Vorfeld der HU möglichst gründlich durchchecken und vorhandene Mängel beseitigen.

Checkliste    

1. Allgemeines

  • Bringe Deinen Fahrzeugschein sowie ggf. weitere benötigte Bescheinigungen wie Reifenfreigabe und Allgemeine Betriebserlaubnis mit.
  • Stimmen die Angaben in Deinen Unterlagen mit dem Fahrzeug überein (Fahrgestellnummer, Reifenbezeichnung und -größe)?
  • Sind Kennzeichen und Fabrikschild ordnungsgemäß befestigt und gut lesbar?
  • Funktionieren Lenkradschloss und Tachometer?
  • Sind die Rückspiegel intakt und sicher befestigt?

2. Beleuchtung und Elektronik

  • Sind sämtliche Leuchteinheiten unbeschädigt und voll funktionsfähig?
  • Sind die elektrischen Leitungen und Anschlüsse fest und unbeschädigt?
  • Funktioniert die Hupe?
  • Ist die Batterie ausreichend befestigt und in einem guten Zustand?

3. Lenkung

  • Sind die Lenkgriffe fest?
  • Ist die Lenkung leichtgängig (frei und ohne Rastpunkte)?

4. Bremsen

  • Sind die Bauteile der Bremsanlage (Hebel, Leitungen, Schläuche, Gestänge, Beläge, Scheiben und Trommeln) unbeschädigt und funktionstüchtig?
  • Ist die Bremsanlage dicht und entlüftet?
  • Stimmt der Stand der Bremsflüssigkeit?

5. Räder und Reifen

  • Stimmt die Profiltiefe der Reifen (mindestens 1,6 mm)?
  • Sind die Felgen, Speichen und Radachsen unbeschädigt und fest?
  • Sind die Reifen frei von Schäden wie Beulen, Schnitten oder Rissen?

6. Antrieb, Fahrwerk und Rahmen

  • Sind alle Schrauben fest und hinreichend gesichert?
  • Sind Kette, Ritzel und Kettenrad in einem guten Zustand?
  • Ist die Kette richtig gespannt und geschmiert?
  • Sind Getriebe, Motor sowie Federbeine und Gabelrohre dicht?
  • Sind Sitzbank und Fußrasten richtig montiert und unbeschädigt?

7. Geräusch- und Abgasverhalten

  • Ist der Auspuff dicht und sitzt fest?
  • Ist der Geräuschpegel des Motorrads merklich zu laut?

Wenn Du die Checkliste im Vorfeld der HU sorgfältig durchgehst und alle Unregelmäßigkeiten beseitigst, hast Du während der Prüfung nichts zu befürchten. Fällige Wartungsarbeiten solltest Du auch unabhängig der HU zügig beseitigen oder beseitigen lassen.

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Unsere Fahrlehrer sind Biker aus Leidenschaft und kennen sich auch mit der Instandhaltung bestens aus.